Baumschlager zur Halbzeit Dritter
Grandiose Aufholjagd nach Ausritt auf SP 1: Von Platz 43 aufs Stockerl.
Raimund Baumschlager ist der Mann des Tages bei der 28. Internationalen Jänner Rallye im Mühlviertel. Nachdem der Titelverteidiger bereits auf der ersten Sonderprüfung von der Strecke rutschte und mehr als eine Minute an Zeit verlor, startete der Rosenauer mit seinem Skoda Fabia S 2000 Evo 2 von Platz 43 eine fulminante Aufholjagd und verringerte den Rückstand auf den restlichen acht Tagesprüfungen mit zwei Bestzeiten und sechs zweiten Plätzen auf 58,2 Sekunden. Als Dritte hinter den Tschechen Jaroslav Orsak und Beppo Harrach (beide Mitsubishi) beendeten Baumschlager und sein Kopilot Klaus Wicha den ersten Tag.
„Es war ganz allein mein Fehler, ein blöder dazu. Ich bin mit voller Absicht dort gefahren, weil ich hoffte, nicht zu weit hinaus zu rutschen. Jedes Jahr fliegen an dieser Stelle einige Fahrer ab. Jetzt weiß ich es auch, dass es, wenn man schnell sein will, auf dieser Linie nicht geht, da hilft auch die ganze Routine nichts“, sagte Baumschlager, der auch bei der Reifenwahl nicht gerade ein glückliches Händchen bewiesen hatte. Auf SP 2 verlor er weitere 4,7 Sekunden, sodass sich sein Rückstand auf 1:35,6 Sekunden vergrößerte. Mit neuen Reifen war Baumschlager aber dann wieder vorne bei der Musik dabei.
Auf dem 3. Umlauf mit den ersten zwei Nachtprüfungen ging er dann bei der Reifenwahl volles Risiko und markierte seine erste Bestzeit (SP 8). „Es war die richtige Entscheidung, nur Andi hat es vielleicht noch besser erwischt“, freute sich Baumschlager. Andi Aigner (2 Bestzeiten) musste danach wegen eines technischen Defekts (Loch im Getriebe) aufgeben. Auf den letzten zwei Nachtprüfungen zeigte der Serienstaatsmeister einmal mehr sein großes Können, fuhr noch einmal Bestzeit und reihte sich am Ende der ersten Etappe mit einem Rückstand von 58,2 Sekunden auf Platz 3 ein.
„Abgesehen von den ersten beiden Prüfungen bin ich sehr zufrieden. Es ist so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt. Ohne großes Risiko zu gehen, bin ich wieder vorne dabei. Von Orsak bin ich sehr überrascht. Ich werde versuchen, diese Taktik auch am zweiten Tag einzuhalten“, freute sich Baumschlager am Ende des Tages.
Die 28. Jänner Rallye 2011 wird am Samstag, 8. Jänner, mit weiteren 6 Sonderprüfungen (ab 7.10 Uhr) beendet. Zieleinlauf in Freistadt in der Messehalle ist um 17.31 Uhr.
28. Jänner Rallye 2011, Stand nach dem 1. Tag:
1. Orsak/Vajik (Tch/Mitsubishi Evo IX) 1:12:59,6
2. Harrach/Schindelbacher (Mitsubishi Evo) +35,6
3. Baumschlager/Wicha (Skoda Fabia S 2000 Evo 2) +58,2
4. Waldherr/Ettel (VW Polo S 2000) +1:07,9
5. P. Winter/G. Winter (Mitsubishi Evo IX) +1:21,5

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